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teamGLOBAL in guten Händen

Ein Kommentar zum tG-Beirat am 19.05.17 in Mannheim von Teamerin Helena

Mannheim, die multikulturelle Quadratestadt mit all ihren Knotenpunkten, türkischen Süßwarenläden und ihrem Industriechic kann sich nicht nur mit einem stadtprägenden Barockschloss brüsten, sondern ist auch Sitz von denk global!, der Trägerorganisation vom Jugendnetzwerk teamGLOBAL.

Es handelt sich also um ein Heimspiel, wenn denk global! die weitgereisten Mitglieder des teamGLOBAL-Beirates am 19.05. in das aufstrebende Mannheimer Szeneviertel Jungbusch einlädt.

In den vier gläsernen Wänden des Kreativwirtschaftszentrum C-HUB („Zentrum für Mannheims neue Arbeiterklasse“), die den Blick auf emsige Kräne, werdende Gebäude und den im Regen liegenden Neckar freigeben, kommen Welt und Netzwerk zusammen: Genf, Hamburg, Wuppertal und Stuttgart sind der Einladung von denk global! gefolgt. Ich selbst, Teamerin bei teamGLOBAL seit einem Jahr, reise aus der benachbarten Rivalin Heidelberg an und freue mich über die Ehre, zusammen mit Teamerin Dunya heute die Innensicht des Netzwerkes präsentieren zu dürfen.

 Den einmal pro Jahr tagenden teamGLOBAL-Beirat selbst gibt es seit 2015, seine Aufgabe ist es, die Arbeit von teamGLOBAL inhaltlich und konzeptionell zu begleiten. Auf der Agenda der heutigen Sitzung stehen unter Anderem Fragen zur Finanzierung, dem teamGLOBAL-Schulsiegel und des Selbstverständnisses des Beirates.

Ein Netzwerk, das sich der weltumspannenden Globalisierung in all ihren Facetten zuwendet, kann den Input von lokalen und internationalen Akteur*innen aus Wirtschaft, Entwicklungszusammenarbeit, Kultur und internationaler Politik gut vertragen: Was während des Beirattages von Statten geht, ist mehr als Schaufensterpolierung oder Pflichtkür. Köpfe rauchen, es wird mit Zahlen jongliert, Szenarien durchgespielt und an den ganz großen Stellschrauben des Netzwerks und auch der Zeit gedreht. Dazu gibt es Kaffee, die ersten Erdbeeren des Jahres und immer wieder Blicke auf modische Startupler, die sich am Konferenzraum vorbei zu ihren Büros schlängeln.

So regt Annasophia Heintze vom UNHCR (The UN Refugee Agency) an, künftig auch Geflüchtete als Akteur*innen in das Netzwerk aufzunehmen, um eine größere Diversität zu garantieren. Karsten Weitzenegger von Karsten Weitzenegger Consulting schlägt vor, Methodenentwicklung als Finanzierungsquelle zu nutzen und Thorsten Kuß, Konrektor der Johannes-Keppler-Gemeinschaftsschule in Mannheim erklärt in Bezug auf das Schulsiegel freigiebig, dass er „zu allen Schandtaten bereit“ sei.

Die anderen anwesenden Beiratsmitglieder Frank Degler (Jugendkulturzentrum FORUM in Mannheim), Sebastian Fietkau (Mannheimer Zentrum für europäische Sozialforschung), Robby Geyer (Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg), Heike Jäger (World University Service) und Sascha Scheier (Bundeszentrale für politische Bildung) scheuen sich nicht, zu hinterfragen, Visionen zu schmieden und Kooperationen in Aussicht zu stellen.

Das gemeinsame Mittagessen im nahegelegenen „DIE KÜCHE“ bietet deshalb nicht nur regionales Essen, eine weitere Dosis Industrieromantik und einen vom Regen verschleierten Rooftop-Blick, sondern auch die erste Gewissheit aller Akteur*innen, teamGLOBAL mit aller Kraft und bestem Gewissen unter die Arme gegriffen zu haben.

Es verwundert mich nicht, dass die abschließende Feedbackrunde enthusiastisch ausfällt: Der Beiratstag in Mannheim war produktiv, harmonisch und in jedem Sinne Früchte tragend!

Ich selbst verlasse das noch längst nicht zum Stillstand kommende C-HUB mit der Verzückung, heute einem Zirkel idealistischer Erwachsener begegnet zu sein.

 

Hier findest Du weitere Infos zum teamGLOBAL-Beirat.