Reader „Gender & Identität“

Folgender Reader ist im Rahmen der Vorbereitung auf den Ausbildungsworkshops zum Thema Gender & Identität entstanden, der im Dezember 2016 stattfinden wird. Er dient den Teilnehmer_innen als (visueller) Einstieg in das Thema.

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Teamer Chris grüßt aus Kenia

Liebe tG’ler und teamGLOBAL Interessenten,

habari aus der wuseligen Hauptstadt Kenias, Nairobi. Hier bin ich bis Februar 2017 über den kulturpolitischen Freiwillgendient Kulturweit bei der UNESCO-Nationalkommission Kenias im Einsatz. Mit dem Rückenwind der von der UN 2015 veröffentlichten Sustainable Development Goals (SDGs), habe ich zusammen mit dem UNESCO Youth Forum einen Workshop („Einsatz“) anlässlich des ‘International Day for the Eradication of Poverty’ an einer Schule durchgeführt. Das UNESCO Youth Forum organisiert verschiedene Projekte im Bereich Kultur, Bildung und Wissenschaft für Jugendliche. Sowohl das Youth Forum, als auch teamGLOBAL fördern das selbstbestimmte und verantwortliche Handeln von Jugendlichen, womit der Grundstein für eine Zusammenarbeit gelegt war.

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Ausbildungs­workshop „Alternativ“ im Stubaital

Weite Horizonte, gewaltige Felsen, die ins Blaue des Himmels hineinragen, gigantische Gletscher, Wassermassen, die sich die Berge hinunterstürzen und atemberaubende Höhen der Berge. Man kommt sich in den Bergen so klein vor und so unbedeutend und trotzdem hat der Mensch enormen Einfluss auf die Natur. Beides konnten wir auf dem diesjährigen „Ausbildungsworkshop der besonderen Art“ erfahren. Er führte uns in die Alpen, genauer gesagt ins Stubaital, wo wir vier Etappen auf dem Stubaier Höhenweg gewandert sind. Weiterlesen

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Seid dabei beim Jugend­kongress „BEWEGT WAS“

von Kathi S. und Duc N.

Was es bedeutet, im Zeitalter der Globalisierung zu leben, erfahren wir gerade fast täglich. In den Medien wird seit mehreren Monaten über die Menschen berichtet, die in Europa Zuflucht vor Verfolgung, Krieg und Armut suchen. Wir sind gezwungen, uns mit den Lebensrealitäten anderer Menschen auseinanderzusetzen, wenn wir verstehen wollen, was hinter den Begriffen Flucht, Migration, Integration und Asyl steht und was Menschen dazu bewegt, ihre Heimat zu verlassen. Können wir in dieser Situation und bezüglich der globalen Herausforderungen einen positiven Beitrag leisten und wenn ja wie?

Können wir Globalisierung gemeinsam gestalten? Verantwortung für die Zukunft übernehmen?
Welche Faktoren beeinflussen uns im Handeln und Denken? Wie können wir nachhaltig(er) leben?

Diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Globalisierung wird das teamGLOBAL beim Jugendkongress „BEWEGT WAS“ am Werbelinsee vom 4. bis 6. November nachgehen, den es gemeinsam mit dem Jugendnetzwerk der Young European Professionals (YEP) gestaltet! Seid dabei und informiert Euch schon jetzt online .

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Ausbildungs­workshop „Methoden“ in Leipzig, 22. – 24. April 2016

Von Miriam Herbert

Hype… äh Leipzig hat auch uns in seinen Bann gezogen und weil ohnehin drei unserer Teamenden dort in der Region leben, wurde unser Ausbildungsworkshop (AWS) zum Thema Methoden und Didaktik ins schöne Plagwitz verlegt. Hier konnten wir uns an drei Tagen mit Hilfe von externen Referenten und den Erfahrungen unserer langjährigen Teamenden verstärkt mit unseren Methoden und der Herangehensweise bei Einsätzen beschäftigen.

Am Freitag ging es los mit einem Input zur Didaktik und Zeitmanagement in der Planungsphase eines „Einsatzes“ (Workshops) von unserem externen Referenten Julian aus Leipzig. Dabei konnten wir die ZIM-Methode kennen lernen, nach der man sich zuerst überlegt, welche Ziele man erreichen will, dann welche Inhalte vermittelt werden sollen und schließlich durch welche Methoden man dies alles erreichen kann. Außerdem brachte Philipp von denk global! uns Neuigkeiten aus der Evaluation unserer Einsätze und Ausbildungsworkshops. Zu guter Letzt blieb sogar noch Zeit sich etwas kennen zu lernen, denn wir hatten wieder viele neue Mitglieder dabei. Herzlich Willkommen nochmal!

Am Samstag drehte sich dann alles um Methodenentwicklung und -überarbeitung. Zwei Betzavta-Trainer brachten uns eine völlig neue Methodenart nahe, indem sie uns eine Art Spiel mit fast keinen Regeln durchführen ließen. Diese wurden erst nach und nach von einzelnen Gruppen entwickelt. Ging es dabei zu Beginn noch sehr harmonisch zu, so endete das Ganze, nachdem die Gruppe, die sich bisher unterprivilegiert gefühlt hatte, endlich auch eine Regel erlassen durfte. Diese war dann klar zu ihrem Vorteil führte letztendlich zu ihrem Sieg sowie zu einem Sitzstreik der anderen Gruppen. Dank einer ausführlichen Auswertung konnten aber alle Wogen geglättet werden und am Ende waren die Reaktionen auf diese Methode überwiegend sehr positiv, da man mit einem einfachen Spiel viele Ebenen von Entscheidungsfindung erleben konnte. Betzavta ist ein Programm, das ursprünglich im Rahmen der der israelischen Friedensbewegung entwickelt wurde und zur Demokratiebildung beitragen kann. Nachdem unser Mit-Teamer Felix noch zwei weitere neue Methoden vorstellte, die er aus seinem Engagement in der politischen Bildung außerhalb von teamGLOBAL kannte, ging es nachmittags in eine intensive Gruppenarbeit. Die verschiedenen Kleingruppen überarbeiteten und aktualisierten alte Methoden, trugen Methoden zu verschiedenen Themensträngen von teamGLOBAL zusammen und überlegten sich, wie und in welchem Kontext man die an diesem Wochenende neu kennen gelernten Methoden bei unseren Einsätzen verwenden kann.

Der letzte Tag unseres Ausbildungsworkshops war wie immer der Netzwerk-internen Arbeit gewidmet. So wurden wir von Jan & Franzi über den richtigen Umgang mit Quellen sowie richtige (und trotzdem einfache!) Zitierweisen informiert und konnten uns in einem World-Café zu Themen wie Workshop-Power-Planung, Evaluation, Intranet und Wissensmanagement austauschen. Für eine kurze Arbeitsphase in unseren AGs war natürlich auch noch Zeit, sodass wir ein rundum produktives, lehrreiches und dennoch wieder wunderschönes AWS-Wochenende abschließen konnten.

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team­GLOBAL mittendrin … bei WeltWeit­Wissen 2016

von Ulrike von der Ohe und Clara Reich

 

teamGLOBAL auf deClara und Ulli_WWWm WeltWeitWissen Kongress des Eine-Welt-Netz-NRW – das ist sich als Teil eines großen Lernenetzwerkes zu fühlen. Drei Tage volles Programm. Von Fragen der Bildungszukunft und Weltbürgertum, über Theaterprojekte, Bildungsmarkt und IMG-20160417-WA0001Workshops war alles dabei – und mittendrin wir: teamGLOBAL. Neben vielen anderen Initiativen wurden wir als BestPractice-Projekt für Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Im Rahmen eines Workshops unter dem Titel „Ich will einen Pass auf dem Erdenbewohner_in draufsteht – Globalisierung und Identität“ konnten wir unsere Methoden erproben sowie unsere Arbeitsweise als peer-to-peer Netzwerk vorstellen. An unserem teamGLOBAL-Stand auf dem Bildungsmarkt kamen wir mit vielen Menschen anderer Initiativen ins Gespräch. Wir freuten uns über die positiven Rückmeldungen genauso wie über neue Anregungen und Ideen. Besonders viel Spaß hatten wir und die anderen mit dem „Globalisierungsquiz“ an unserem Stand, für die Teilnahme gab es einen unserer Jutebeutel. Unsere abschließende Bilanz: Wir hatten wunderbare Tage, kommen mit einem Koffer neuer Ideen zurück und mehr als drei Hände voll Menschen tragen teamGLOBAL und die Pusteblume in die Welt! Auf WeltWeitWissen 2018!

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team­GLOBAL beim WeltWeit­Wissen Kongress ausge­zeichnet

Der WeltWeitWissen Kongress vom 14.-16. April 2016 in Bonn ist der 6. bundesweite Kongress für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland. Jedes Jahr werden im Rahmen des Kongresses 25 Projekte als Best Practice ausgezeichnet und in diesem Jahr ist teamGLOBAL dabei!

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Ausbildungs­workshop mal anders: Radtour von Freiburg nach Karlsruhe, 12. – 16 August 2015

Von Sören Götz

 

Besuch bei Bauer Wollenbär in Ichenheim

Besuch bei Bauer Wollenbär in Ichenheim; Photo by Nam Nguyen

 

Nichts schweißt so sehr zusammen wie gemeinsam Erlebtes. Das durften wir Teamer/-innen des teamGLOBAL bei einer gemeinsamen Radtour einmal mehr erfahren. Wir kennen und schätzen einander von Ausbildungswochenenden und Workshops in Schulen, doch vom 12. bis 16. August sind wir noch einmal näher zusammen gerückt. Wir strampelten in der sengenden Hochsommerhitze bis uns endlich der Bio-Bauernhof erlöste, auf dem wir die erste Nacht verbrachten. Wir mussten uns in die Scheune retten, als ein stürmisches Gewitter auf unsere Zelte herab ging. Wir stellten gleich nach unserer Ankunft in Karlsruhe eine Schnippeldisco mit Foodsharing und eine Podiumsdiskussion über politisch-provokative Kunst auf die Beine, obwohl uns selbige schon merklich schwer wurden. Und wir behielten die Nerven, als wir das Spannungsfeld von Kunst und Provokation am eigenen Leibe erfahren mussten. Das und vieles mehr machte aus Bekannten Freunde.

Aber es soll auch nicht so klingen, als wäre unsere Tour von Entbehrung geprägt gewesen. Ganz im Gegenteil: Die meiste Zeit war es eher vergnüglich-entspannt und natürlich sehr informativ. Angefangen mit einer Stadtführung und Übernachtung in Freiburg, fortgeführt am zweiten Abend von einem spannenden Rundgang auf dem Bio-Bauernhof. Am dritten Tag tauschten wir uns in Straßburg mit zwei Praktikantinnen von EU-Abgeordneten über das Leben hinter den Kulissen des EU-Parlaments aus. Und am letzten Abend ließen wir zum Abschluss unserer Reise und unserer Veranstaltung in Karlsruhe noch einmal die Korken knallen – zumindest diejenigen von uns, die noch konnten.

Bevor wir uns wieder voneinander trennen mussten hatten wir noch die tolle Gelegenheit, mit einer der jüngsten Stadträtinnen Baden-Württembergs einen kommunalpolitischen Stadtrundgang zu unternehmen. Der Abschied voneinander fiel uns allen nach diesen ereignisreichen Tagen erwartungsgemäß sehr schwer und wir freuen uns alle schon auf ein Wiedersehen und hoffen, dass wir noch einmal einen so aufregenden Ausbildungsworkshop auf die Beine stellen können.

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„Die Welt ist das, was du daraus machst.“ – team­GLOBAL Merchandise-Aktion

von Nam Nguyentg_merch_graphik

Seitdem unser Netzwerk von einem Zusammenschluss von Alumni unter dem Namen denk global! koordiniert wird, sprießen im Netzwerk zahlreiche neue Ideen und Vorhaben zur Verwirklichung unserer Projektziele. Durch die Förderung eines verantwortungsvollen Handelns eines jeden von uns in der globalisierten Welt, möchten wir diese nachhaltig und gerecht gestalten. Dies soll auch durch unser neues Motto “Die Welt ist das, was du daraus machst“ ausgedrückt werden.Wir wollen uns gegenseitig sowie anderen Jugendlichen ins Bewusstsein rufen, dass es nur unsere eine Welt gibt. Eine Welt, in welcher wir nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Verantwortung besitzen, mit unseren Entscheidungen und unserem Handeln das Leben im Alltag für alle Menschen und unsere Umwelt lebenswert zu gestalten.Getreu der Devise ’spread your message around the globe‘ haben wir neue Merch-Artikel entwickelt, die neben neuen T-Shirts und Jutebeuteln auch praktische Gymsacs umfasst.

Durch das teamGLOBAL Logo vorn und dem Slogan auf der Rückseite der T-Shirts wird unsere Message fortan, getragen von allen Teamenden, an alle Teilnehmende unserer Workshops weitergegeben. Einfach und schlicht mit Appellcharakter!

Alle Sachen wurden ökologisch und sozial fair hergestellt. Wenn dieser fesche Merch mal nicht zu gesellschaftlichem Engagement und Partizipation anregt!

Abgerundet wurde unsere Aktion durch die Verlosung von tollen Exemplaren unserer Fashion im Juni via Facebook.
Auch an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Glückwunsch allen Gewinnerinnen und Gewinner.

In diesem Sinne .. stay tuned, think global! and take action!

Eure teamGLOBAL Öffentlichkeitsarbeit

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Ausbildungs­workshop „Migration und Integration /Inter­nationale Konflikte“ in Duisburg, 29. – 31. Mai 2015

von Franzi und SophiaWie geht Europa mit wachsenden Flüchtlingsströmen um? Was verbirgt sich hinter komplexen Themen wie dem Asylrecht? Was führt dazu, dass sich Menschen auf die Flucht begeben? Welche Konflikte werden in anderen Ländern ausgetragen? Wie sieht es bei uns eigentlich in den Asylbewerberheimen aus?

Wer einen Blick in die Zeitung wirft oder sich die Nachrichten anhört, wird mit solchen Fragen täglich konfrontiert. Spannende Diskussionspunkte, die Auswirkungen auf unsere jetzige und zukünftige Gesellschaft haben. Und so widmete sich unser Ausbildungsworkshop in Duisburg den vielfältigen Themen „Migration und Integration/ Internationale Konflikte“.Freitag
Nach der Begrüßung aller Teilnehmenden starteten wir direkt ins Programm: Bei Warm-Ups zum Thema Integration und Interkultur ging es darum, sich mit verschiedenen Ritualen zu begrüßen oder zu hinterfragen, welche Vorurteile wir selbst (unbewusst?) hegen. In einer kleinen Show wurden anschließend die neuen T-Shirts und Taschen von teamGLOBAL vorgestellt, inklusive unseres neuen Mottos: „Die Welt ist das, was du daraus machst!“ Nach dem Abendessen ging es mit einem Einstieg ins Thema Migration weiter: Sophia klärte in einem Impulsvortrag grundlegende Begrifflichkeiten und präsentierte Daten und Fakten zu diversen Wanderbewegungen.
Im Anschluss hattendie fünf neuen Teamenden Gelegenheit, sich über das Netzwerk zu informieren und sie konnten ihre Fragen zum teamGLOBAL „loswerden“. Am Abend hatten die Workshopteilnehmenden dann die Qual der Wahl sich zwischen vier Mini-Workshops zu entscheiden: Simon entführte die Gruppe in die Welt des Improvisationstheaters, bei Dominik konnte man seine Kenntnisse in Erster Hilfe auffrischen, Franziska bot einen Sprachkurs „Chinesisch für Anfänger“ an und in Ninas Workshop wurde gebastelt.
Der weitere Abend stand dann unter dem Motto: global denken, lokal essen und trinken! Jeder Teamer hatte eine kulinarische Kleinigkeit aus seiner (Wahl-)Heimat mitgebracht. Und so erfreute sich die Gruppe während spannender Gespräche an Pelmeni mit Schmand, Spundekäs mit Brezeln, Fruchtgummi aus Bonn, Franzbrötchen aus Hamburg und an zahlreichen weiteren Köstlichkeiten.

Samstag
Nach dem Frühstück begann der Samstag mit Energizern, die dafür sorgten, dass das ganze Team wach und munter wurde. Maria begann das Programm mit einer Lesereise zum Thema „Flucht und Asyl“. Nach diesem Einstieg setzten wir uns inhaltlich mit verschiedenen Fragestellungen auseinander, zum Beispiel: Wie haben sich die Flüchtlingszahlen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verändert und warum? Könnte/ kann es auch in Europa passieren, dass Bootsflüchtlinge nach ihrer Ankunft wieder zurück auf’s Meer geschickt werden? Aha-Momente und erste Diskussionen waren garantiert.
Danach bekam das teamGLOBAL Besuch vom ersten Referenten: Niklas Faralisch ist Produzent von „Asyland“, einem Film gedreht aus der Sicht von Asylbewerbernnen und Asylbewerbern in Deutschland, der im August 2015 in Köln Premiere haben soll. Er berichtete von diesem Projekt, welches ursprünglich als kleine Produktion für Youtube geplant war, sich durch das große Interesse an diesem Thema immer weiter bis auf seine heutige Dimension als Kinofilm entwickelte. Die Gruppe erhielt anhand von Fotos und Trailern Einblick in das Projekt. Anschließend blieb noch etwas Zeit für eine Fragerunde an den Produzenten.
Auch beim nächsten Programmpunkt ging es um den Themenbereich Flucht und Asyl: In einer Simulation sollten die Teamenden versuchen, als „Flüchtlinge“ mit einer eigenen Biografie verschiedene „Stationen“ einer Flucht nachzuempfinden, zum Beispiel in der Botschaft, am Flughafen oder im Kontakt mit Fluchthelfern. Obwohl ein derartiges Planspiel natürlich nicht annähernd die wirklichen Lebensumstände der Flüchtenden darstellen kann, war es für die Gruppe doch interessant, sich dem Thema auf diese Weise zu nähern: Wie kann ich „legal“ flüchten? Was mache ich, wenn ich keinen gültigen Ausweis habe? Wer hilft mir, wenn ich nicht weiterkomme? Solche Fragen und Probleme wurden durch die Methode greifbar.
Im Anschluss durfte das Team einen weiteren Dokumentarfilmer begrüßen: Der Krisenjournalist Konstantin Flemig gab uns nähere Einblicke in die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Wie ist diese Gruppe organisiert? Wie konnte sie sich überhaupt gründen? Welcher Ideologie folgt sie? Dem spannenden Vortrag folgten viele Fragen zur komplexen Situation im Nahen Osten sowieso zur Arbeit Konstantin Flemigs. Leider musste er viel zu früh abreisen!
Nach der wohlverdienten Tee- und Kaffeepause ließ Simon die Teilnehmenden mit Hilfe der Mapping-Methode Migrationsrouten nach Europa herausfinden und in eine Karte einzeichnen. Welche Routen sind geläufig, auf welchen Wegen kommen die meisten Menschen nach Europa? Mit Simons Methode wurde der informative Teil abgeschlossen und die Teilnehmenden konnten in die Netzwerk-Arbeit gehen. Bis zum Abendessen arbeiteten die verschiedenen Arbeitsgruppen (AGs) an Plänen für neue Methoden, für die Gestaltung der Ausbildungsworkshops und neue Aktionen.
Den Abend konnte die Gruppe frei gestalten – viele nutzten die Zeit, um Duisburg zu erkunden oder um gemütlich zusammenzusitzen und sich auszutauschen.

Sonntag
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Netzwerk-Arbeit: Nachdem die AGs die Ergebnisse aus ihrer Arbeit vom Vortag präsentiert hatten, berichtete Paul über Neuigkeiten aus dem Netzwerk und kommende Schritte von teamGLOBAL. Nach einem letzten Mittagessen traten wir alle, die Koffer voll mit neuem Wissen und neuen Bekanntschaften, die Heimreise an.