Vom 1. bis 3. November 2019 wird in Bochum wieder ein Jugendkongress, kurz JuKo, stattfinden. Die Vorfreude ist riesig, bis dahin gibt es allerdings noch eine Menge zu organisieren. Deshalb haben wir uns von teamGLOBAL vom 5. bis 7. April in Bonn mit den Young European Professionals, der Jugendjury vom Jugenddemokratiepreis und der Bundeszentrale für politische Bildung zum Kick-Off-Event getroffen, um mit der gemeinsamen Planung der Veranstaltung zu beginnen.

Nach der Anreise am Freitagabend und dem gegenseitigen Begrüßen und Kennenlernen beim Abendessen starteten wir auch schon mit einer ersten Erwartungsabfrage: Was wünschen wir uns für das KickOff-Event und den JuKo? Was sind unsere Anforderungen? Wer bringt welche Interessen und Fähigkeiten ins Team mit ein? Unterstützt wurden wir dabei und auch in den darauffolgenden Tagen durch die Moderation vom ehemaligen teamGLOBALer Simon Oesterle.

Die GOLDEN-CIRCLE-Methode half uns, unsere Ziele und Werte für den JuKo zu identifizieren

Am Samstag sollte es dann zunächst darum gehen, dass wir als Gruppe definieren, welches Ziel wir mit dem Veranstalten des JuKos verfolgen. Schnell wurde klar: Wir wollen Jugendliche für Engagement für sich und andere begeistern! Was uns dabei besonders wichtig ist: Dialog & Gemeinschaft; Umweltbewusstsein; Kontroversität; Diversität, Partizipation & Inklusion sowie eine „nachwirkungsvolle“ Planung, sprich: nach dem JuKo soll nicht direkt alles vorbei sein. Danach ging es dann um das Motto für den diesjährigen Jugendkongress. Was genau es letztendlich wurde, bleibt noch ein Geheimnis, allerdings wird das Stichwort „Vernetzung“ eine zentrale Rolle spielen. Nachdem das beschlossen war, ging es dann los mit der konkreten Planung: Arbeitsgruppen wurden gebildet, Ideen gesammelt, Aufgaben zugeteilt und Verantwortlichkeiten geklärt. Und klar: Wer zur Kirschblütenzeit in Bonn ist, lässt sich einen Mittagsspaziergang mit Eiswaffel durch die rosa Gassen nicht entgehen.

Am Sonntag hatten wir nocheinmal Zeit, um in den AGs Fristen festzulegen und Zeitpläne zu erstellen. Nach kurzer und konstruktiver Reflektion des Treffens war es dann auch schon wieder Zeit, die Zimmer zu räumen und nach einem letzten gemeinsamen Essen nach Hause aufzubrechen. Was bleibt, ist die Freude über das gelungene Kick-Off, das tolle Team, die kreativen Ideen und vor allem die Vorfreude auf November, wenn es dann heißt: Bochum, die JuKos kommen! Du bist doch auch dabei, oder?

Interview mit der teamGLOBAL Praktikantin und Fridays for Future – Demonstrantin Mya Michaelis

Globalisierung und Klima – Zwei Themen, die eng miteinander verknüpft sind. Kein Zufall also, dass wir bei teamGLOBAL als Globalisierungsexpert*innen häufig Workshops zum Thema „Energie und Klima“ mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführen.

Derzeit bekommt das Thema durch die Fridays for Future-Bewegung besonders viel mediale Aufmerksamkeit. Seit Monaten demonstrieren bei den wöchentlichen Freitagsdemonstrationen mittlerweile weltweit Jugendliche für mehr Klimaschutz. Eine der Demonstrierenden ist die fünfzehnjährige Münchnerin Mya Michaelis, die derzeit bei uns im Mannheimer teamGLOBAL-Büro ein Praktikum macht. Die Chance haben wir genutzt und ihr einige Fragen zu ihrem Engagement gestellt.

Mya, wo und wie oft bist du denn für Fridays for Future aktiv?
Da ich in München wohne, bin ich dort bei Fridays for Futureaktiv. Wie oft ich ganz genau bei den Demos dabei war, kann ich gerade gar nicht genau sagen. Ich bin allerdings schon seit der ersten Demo in München dabei und seitdem fast jede Woche, außer das eine Mal, als wir freitags unsere Zwischenzeugnisse abholen mussten. Da ließ der Lehrer nicht mit sich reden und die Zeugnisse wollten wir da schon haben.

Du sprichst von „wir“. Wen meinst du damit?
Zwei Freundinnen aus meiner Klasse und mich. Wir gehen meistens zusammen zu den Demos. Andere aus meiner Klasse kommen auch manchmal mit, aber nicht so regelmäßig oder eher bei größeren Events wie dem internationalen Schulstreik am 15. März. Da waren allein in München 10.000 Menschen auf der Straße. In ganz Deutschland waren es sogar um die 300.000.

Wie sieht es denn freitags bei dir aus mit dem zur Schule gehen? Fehlst du da den ganzen Tag?
Nein, eigentlich nicht. Die Versammlung beginnt um 11 Uhr, wir gehen allerdings meistens erst um 11:15 Uhr von der Schule los, sodass wir dann pünktlich um 11:30 Uhr bei der Demo mitlaufen können. Unser Lehrer ist da zum Glück auch ganz cool und unterstützt uns. Für ihn ist es wichtig, dass wir den verpassten Stoff nachholen, was wir dann auch tun. Am 15. März haben wir beispielsweise aber dann doch mal den ganzen Tag gefehlt, weil noch Leute gebraucht wurden, die bei der Orga und dem Aufbau vom Bühnengerüst und so mitanpacken.

Das heißt, du bist auch so richtig bei der Organisation involviert? 
Naja, ich gehe öfters zum Plenum, wo Ideen diskutiert und Dinge organisiert werden. Da versuche ich mitzuarbeiten und mich etwas einzubringen. Zum Beispiel war es in München ein großes Problem genügend über achtzehnjährige Ordnerinnen beziehungsweise Ordner zu finden, die man für so eine angemeldete Demonstration braucht. Sowas bekomme ich dann eben mit, aber ansonsten versuche ich eher Bekannte und Freunde für die Bewegung zu begeistern und dafür zu sorgen, dass die dann vielleicht das nächste Mal auch mit auf die Demo kommen. Und ungeachtet der Demonstrationen kann man ja auch privat Leute dazu motivieren klimafreundlicher zu sein.

Wie würdest du das machen?
Indem ich das Augenmerk der Leute auf solche Dinge wie Plastikverbrauch, Fleischkonsum, Ökostrom, ÖPNV oder Rad statt Auto oder Flugzeug und so weiter lenke. Einfach zu schauen, was jeder von uns bereits im Kleinen tun kann. Ich finde da sind die Demos auch so etwas wie ein Wachrüttler, der dazu führt, dass Menschen sich auch über die Bewegung hinaus mehr Gedanken über ihren Konsum machen, sich dessen bewusster sind und dann hoffentlich auch umdenken und was verändern. Ganz konkret plane ich für meine Schule eine Art Klima-Aktionstag, wofür ich einen Antrag bei der Schulleitung stellen möchte. Mal sehen, ob das klappt!

Das klingt nach einer tollen Idee! Falls der Klima-Aktionstag stattfindet und ihr gerne einen Workshop zum Thema anbieten wollt, kannst du dich natürlich gerne an uns wenden. Aber einmal abgesehen von der Schule, was sagen eigentlich deine Eltern zu deinem Engagement?
Meine Eltern unterstützen mich da total. Und auch meine Großeltern finden das super, mein Opa hat schließlich früher selbst mal Demonstrationen organisiert. Ich kenne allerdings auch Jugendliche, die da nicht so viel Glück haben und deren Eltern nicht wollen, dass sie auf die Demos gehen, vor allem wegen der Schulpflicht. Aber einige gehen dann trotzdem hin.

Was würdest du sagen: Was sind die konkreten Ziele von Fridays for Future
Naja, das alles geht ja im Grunde erst mal auf Greta Thunberg zurück, die angefangen hat vor dem schwedischen Parlament zu protestieren, weil sie wollte, dass Schweden seine Versprechungen hinsichtlich des Pariser Klimaabkommens einhält und sich bemüht die Klimaerwärmung tatsächlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Sie demonstriert, weil sie im Grunde sagen möchte: Ich finde das nicht in Ordnung, dass ihr eure Versprechungen nicht einhaltet. Wir haben nur eine Erde, die müssen wir erhalten. Und das ist auch mein Beweggrund.

Es herrscht eine rege Debatte darüber, ob die Fridays for Future– Aktionen während der Schulzeit stattfinden dürfen, schließlich gibt es in Deutschland eine Schulpflicht. Wie ist deine Position dazu und hast Du den Eindruck, dass es Schüler*innen gibt, die die Demo nutzen, um die Schule zu schwänzen?
Also das mit der Schulpflicht ist mittlerweile ein Riesenproblem in München. Bislang wurden zwar relativ wenige Verweise durch Schulen erteilt, allerdings hat wohl eine Schule mit Bußgeldern gedroht aufgrund der Ordnungswidrigkeit. Und bei Geldstrafen würden dann vermutlich eben auch viele Eltern mehr Druck auf ihre Kinder ausüben, damit sie nicht mehr zu den Demos gehen. Ich finde es eigentlich absurd, dass man fürs Demonstrieren bestraft und angefeindet wird, was ja überhaupt nur notwendig ist, weil andere ihre Versprechen nicht einhalten. Und natürlich wäre es schön, wenn die Ziele sogar noch höhergesteckt würden, aber erstmal geht es mir ums Worthalten! Darum, dass endlich jemand ernsthaft etwas tut.

Achja, zum Schwänzen: Klar, es gibt auch immer ein paar Schülerinnen und Schüler, die es vielleicht nicht ganz so ernst nehmen, wie andere. Besonders beim großen internationalen Schulstreik hat man schon gemerkt, dass es für viele auch einfach cool war, bei so einer großen Demo dabei zu sein. Ein paar habe ich direkt nach der Demo zu einer großen Fast-Food-Kette laufen sehn, das finde ich dann auch nicht richtig. Ich frage mich dann, ob die wissen, wie viel Felder Regenwald jede Minute gerodet werden, auch wegen solchen Burgerläden. Aber alles in allem bin ich der festen Überzeugung, dass die allermeisten Menschen freitags zur Demo kommen, weil ihnen das Thema wichtig ist.

Wie wichtig ist Greta Thunberg deiner Meinung nach als Gesicht der Bewegung?
Wie wichtig? Das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Auf der einen Seite ist sie sehr wichtig für Fridays for Future. Ich meine, sie ist diejenige, die das alles ins Rollen gebracht hat. Sie hat die Menschen motiviert auf die Straßen zu gehen, hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und ist so etwas wie das Sprachrohr und das Gesicht der Bewegung. Auf der anderen Seite ist es aber auch wichtig zu sehen, dass wir eine große, sehr unterschiedliche Gruppe sind. Da ist es schon von Bedeutung nicht einzelne zu sehr in den Fokus zu rücken, weil dann leicht der Eindruck entstehen kann, dass es sich um ein kleines Grüppchen von Leuten handelt. Dabei sind wir breit aufgestellt und wollen das auch zeigen, indem wir auch immer wieder versuchen frische, unbekanntere Gesichter zu zeigen. Trotzdem ist es natürlich ganz praktisch, dass es beispielsweise auch in Deutschland Leute wie Luisa und Jakob gibt, die unsere Interessen nach außen vertreten und erklären können. Trotzdem gilt: Wir wollen eine demokratische, keine von einigen wenigen angeleitete Bewegung sein, denn jeder engagiert sich aus seinem eigenen Antrieb.

Was glaubst du: Wie lange werden noch Demos stattfinden?
Die Regierung hofft ja, dass das Ganze mit der Zeit abflacht. Ich habe zurzeit eher das Gefühl, dass die Bewegung durch diese Haltung eher noch an Zulauf gewinnt. Wir knicken nicht ein! Ich selbst werde nach dem Praktikum auch wieder zu den Demos gehen, bis ich dann in drei Monaten ein Auslandsschulhalbjahr mache. Mal sehen, vielleicht kann man sich dort ja auch einbringen! Das fände ich cool.

Wir finden es auf jeden Fall super, dass du gerade noch hier bei uns im teamGlobal-Praktikum bist und Einblick erhältst, wie wir verwandte Themenfelder in der politischen Bildung nachhaltig vermitteln. War das eigentlich auch ein Grund für Dich, das Praktikum bei uns zu machen? 
Auf jeden Fall! Ich finde es super zu sehen, wie man Klima- und Umweltschutz auch in einem völlig anderen Kontext als beispielsweise auf einer Demo thematisieren kann. Es freut mich, dass das mit dem Praktikum so gut geklappt hat und ich die Chance habe, das hier zu machen.

Es freut uns, dass es dir bei uns so gut gefällt, Mya. Danke dir für das Interview!
Gerne, kein Problem!

 

12. November 2017. Leipzig. Zukunftsbörse.

Viele Busse mit noch mehr Freiwilligen aus ganz Deutschland drängen sich in das Werk II, die Kulturfabrik in Leipzig. Auf der Zukunftsbörse konnten sie über Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Engagements nach ihrem Freiwilligendienst informieren. Da durften wir, Joanna und Marga, mit teamGLOBAL natürlich nicht fehlen! Ausgerüstet mit Flipchart, Flyern und unseren heiß begehrten Aufklebern stellten wir uns den Fragen der ehemaligen Freiwilligen und berichteten aus unserer teamGLOBAL-Arbeit.

„Und ihr seid in ganz Deutschland?“ – Jaaa! ; „An welchen Schulen macht ihr denn die Einsätze?“ – „Na ja, im Prinzip an allen Schulformen!“, „Und können wir da mitmachen?“ – „Sehr gerne! Nehmt euch Sticker und nen Flyer mit und dann freuen wir uns auf euch!“

Unter anderem mit diesen Fragen wurden wir an unserem Stand gelöchert und viele Interessierte wollen sich nun gerne bei uns bewerben – wir freuen uns darauf!

Zudem hatten wir die Gelegenheit besonders interessierten Menschen im Rahmen einer Präsentation noch genauer das Leben und Arbeiten in unserem Netzwerk näherzubringen. Wer sind wir? Was machen wir? Wie läuft ein Einsatz ab? Und einfach ein paar persönliche Erfahrungen und Anekdoten teilen…

Und wir?

Wir freuen uns nun auf viele neue Bewerbungen und neue Teamende im Netzwerk!

(Marga Zenth und Joanna Kiefer)

Weite Horizonte, gewaltige Felsen, die ins Blaue des Himmels hineinragen, gigantische Gletscher, Wassermassen, die sich die Berge hinunterstürzen und atemberaubende Höhen der Berge. Man kommt sich in den Bergen so klein vor und so unbedeutend und trotzdem hat der Mensch enormen Einfluss auf die Natur. Beides konnten wir auf dem diesjährigen „Ausbildungsworkshop der besonderen Art“ erfahren. Er führte uns in die Alpen, genauer gesagt ins Stubaital, wo wir vier Etappen auf dem Stubaier Höhenweg gewandert sind. Weiterlesen

von Kathi S. und Duc N.

Was es bedeutet, im Zeitalter der Globalisierung zu leben, erfahren wir gerade fast täglich. In den Medien wird seit mehreren Monaten über die Menschen berichtet, die in Europa Zuflucht vor Verfolgung, Krieg und Armut suchen. Wir sind gezwungen, uns mit den Lebensrealitäten anderer Menschen auseinanderzusetzen, wenn wir verstehen wollen, was hinter den Begriffen Flucht, Migration, Integration und Asyl steht und was Menschen dazu bewegt, ihre Heimat zu verlassen. Können wir in dieser Situation und bezüglich der globalen Herausforderungen einen positiven Beitrag leisten und wenn ja wie?

Können wir Globalisierung gemeinsam gestalten? Verantwortung für die Zukunft übernehmen?
Welche Faktoren beeinflussen uns im Handeln und Denken? Wie können wir nachhaltig(er) leben?

Diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Globalisierung wird das teamGLOBAL beim Jugendkongress „BEWEGT WAS“ am Werbelinsee vom 4. bis 6. November nachgehen, den es gemeinsam mit dem Jugendnetzwerk der Young European Professionals (YEP) gestaltet! Seid dabei und informiert Euch schon jetzt online .

Von Miriam Herbert

Hype… äh Leipzig hat auch uns in seinen Bann gezogen und weil ohnehin drei unserer Teamenden dort in der Region leben, wurde unser Ausbildungsworkshop (AWS) zum Thema Methoden und Didaktik ins schöne Plagwitz verlegt. Hier konnten wir uns an drei Tagen mit Hilfe von externen Referenten und den Erfahrungen unserer langjährigen Teamenden verstärkt mit unseren Methoden und der Herangehensweise bei Einsätzen beschäftigen.

Am Freitag ging es los mit einem Input zur Didaktik und Zeitmanagement in der Planungsphase eines „Einsatzes“ (Workshops) von unserem externen Referenten Julian aus Leipzig. Dabei konnten wir die ZIM-Methode kennen lernen, nach der man sich zuerst überlegt, welche Ziele man erreichen will, dann welche Inhalte vermittelt werden sollen und schließlich durch welche Methoden man dies alles erreichen kann. Außerdem brachte Philipp von denk global! uns Neuigkeiten aus der Evaluation unserer Einsätze und Ausbildungsworkshops. Zu guter Letzt blieb sogar noch Zeit sich etwas kennen zu lernen, denn wir hatten wieder viele neue Mitglieder dabei. Herzlich Willkommen nochmal!

Am Samstag drehte sich dann alles um Methodenentwicklung und -überarbeitung. Zwei Betzavta-Trainer brachten uns eine völlig neue Methodenart nahe, indem sie uns eine Art Spiel mit fast keinen Regeln durchführen ließen. Diese wurden erst nach und nach von einzelnen Gruppen entwickelt. Ging es dabei zu Beginn noch sehr harmonisch zu, so endete das Ganze, nachdem die Gruppe, die sich bisher unterprivilegiert gefühlt hatte, endlich auch eine Regel erlassen durfte. Diese war dann klar zu ihrem Vorteil führte letztendlich zu ihrem Sieg sowie zu einem Sitzstreik der anderen Gruppen. Dank einer ausführlichen Auswertung konnten aber alle Wogen geglättet werden und am Ende waren die Reaktionen auf diese Methode überwiegend sehr positiv, da man mit einem einfachen Spiel viele Ebenen von Entscheidungsfindung erleben konnte. Betzavta ist ein Programm, das ursprünglich im Rahmen der der israelischen Friedensbewegung entwickelt wurde und zur Demokratiebildung beitragen kann. Nachdem unser Mit-Teamer Felix noch zwei weitere neue Methoden vorstellte, die er aus seinem Engagement in der politischen Bildung außerhalb von teamGLOBAL kannte, ging es nachmittags in eine intensive Gruppenarbeit. Die verschiedenen Kleingruppen überarbeiteten und aktualisierten alte Methoden, trugen Methoden zu verschiedenen Themensträngen von teamGLOBAL zusammen und überlegten sich, wie und in welchem Kontext man die an diesem Wochenende neu kennen gelernten Methoden bei unseren Einsätzen verwenden kann.

Der letzte Tag unseres Ausbildungsworkshops war wie immer der Netzwerk-internen Arbeit gewidmet. So wurden wir von Jan & Franzi über den richtigen Umgang mit Quellen sowie richtige (und trotzdem einfache!) Zitierweisen informiert und konnten uns in einem World-Café zu Themen wie Workshop-Power-Planung, Evaluation, Intranet und Wissensmanagement austauschen. Für eine kurze Arbeitsphase in unseren AGs war natürlich auch noch Zeit, sodass wir ein rundum produktives, lehrreiches und dennoch wieder wunderschönes AWS-Wochenende abschließen konnten.

von Ulrike von der Ohe und Clara Reich

 

teamGLOBAL auf deClara und Ulli_WWWm WeltWeitWissen Kongress des Eine-Welt-Netz-NRW – das ist sich als Teil eines großen Lernenetzwerkes zu fühlen. Drei Tage volles Programm. Von Fragen der Bildungszukunft und Weltbürgertum, über Theaterprojekte, Bildungsmarkt und IMG-20160417-WA0001Workshops war alles dabei – und mittendrin wir: teamGLOBAL. Neben vielen anderen Initiativen wurden wir als BestPractice-Projekt für Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Im Rahmen eines Workshops unter dem Titel „Ich will einen Pass auf dem Erdenbewohner_in draufsteht – Globalisierung und Identität“ konnten wir unsere Methoden erproben sowie unsere Arbeitsweise als peer-to-peer Netzwerk vorstellen. An unserem teamGLOBAL-Stand auf dem Bildungsmarkt kamen wir mit vielen Menschen anderer Initiativen ins Gespräch. Wir freuten uns über die positiven Rückmeldungen genauso wie über neue Anregungen und Ideen. Besonders viel Spaß hatten wir und die anderen mit dem „Globalisierungsquiz“ an unserem Stand, für die Teilnahme gab es einen unserer Jutebeutel. Unsere abschließende Bilanz: Wir hatten wunderbare Tage, kommen mit einem Koffer neuer Ideen zurück und mehr als drei Hände voll Menschen tragen teamGLOBAL und die Pusteblume in die Welt! Auf WeltWeitWissen 2018!

Der WeltWeitWissen Kongress vom 14.-16. April 2016 in Bonn ist der 6. bundesweite Kongress für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland. Jedes Jahr werden im Rahmen des Kongresses 25 Projekte als Best Practice ausgezeichnet und in diesem Jahr ist teamGLOBAL dabei!

Von Sören Götz

 

Besuch bei Bauer Wollenbär in Ichenheim

Besuch bei Bauer Wollenbär in Ichenheim; Photo by Nam Nguyen

 

Nichts schweißt so sehr zusammen wie gemeinsam Erlebtes. Das durften wir Teamer/-innen des teamGLOBAL bei einer gemeinsamen Radtour einmal mehr erfahren. Wir kennen und schätzen einander von Ausbildungswochenenden und Workshops in Schulen, doch vom 12. bis 16. August sind wir noch einmal näher zusammen gerückt. Wir strampelten in der sengenden Hochsommerhitze bis uns endlich der Bio-Bauernhof erlöste, auf dem wir die erste Nacht verbrachten. Wir mussten uns in die Scheune retten, als ein stürmisches Gewitter auf unsere Zelte herab ging. Wir stellten gleich nach unserer Ankunft in Karlsruhe eine Schnippeldisco mit Foodsharing und eine Podiumsdiskussion über politisch-provokative Kunst auf die Beine, obwohl uns selbige schon merklich schwer wurden. Und wir behielten die Nerven, als wir das Spannungsfeld von Kunst und Provokation am eigenen Leibe erfahren mussten. Das und vieles mehr machte aus Bekannten Freunde.

Aber es soll auch nicht so klingen, als wäre unsere Tour von Entbehrung geprägt gewesen. Ganz im Gegenteil: Die meiste Zeit war es eher vergnüglich-entspannt und natürlich sehr informativ. Angefangen mit einer Stadtführung und Übernachtung in Freiburg, fortgeführt am zweiten Abend von einem spannenden Rundgang auf dem Bio-Bauernhof. Am dritten Tag tauschten wir uns in Straßburg mit zwei Praktikantinnen von EU-Abgeordneten über das Leben hinter den Kulissen des EU-Parlaments aus. Und am letzten Abend ließen wir zum Abschluss unserer Reise und unserer Veranstaltung in Karlsruhe noch einmal die Korken knallen – zumindest diejenigen von uns, die noch konnten.

Bevor wir uns wieder voneinander trennen mussten hatten wir noch die tolle Gelegenheit, mit einer der jüngsten Stadträtinnen Baden-Württembergs einen kommunalpolitischen Stadtrundgang zu unternehmen. Der Abschied voneinander fiel uns allen nach diesen ereignisreichen Tagen erwartungsgemäß sehr schwer und wir freuen uns alle schon auf ein Wiedersehen und hoffen, dass wir noch einmal einen so aufregenden Ausbildungsworkshop auf die Beine stellen können.

von Nam Nguyentg_merch_graphik

Seitdem unser Netzwerk von einem Zusammenschluss von Alumni unter dem Namen denk global! koordiniert wird, sprießen im Netzwerk zahlreiche neue Ideen und Vorhaben zur Verwirklichung unserer Projektziele. Durch die Förderung eines verantwortungsvollen Handelns eines jeden von uns in der globalisierten Welt, möchten wir diese nachhaltig und gerecht gestalten. Dies soll auch durch unser neues Motto “Die Welt ist das, was du daraus machst“ ausgedrückt werden.Wir wollen uns gegenseitig sowie anderen Jugendlichen ins Bewusstsein rufen, dass es nur unsere eine Welt gibt. Eine Welt, in welcher wir nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Verantwortung besitzen, mit unseren Entscheidungen und unserem Handeln das Leben im Alltag für alle Menschen und unsere Umwelt lebenswert zu gestalten.Getreu der Devise ’spread your message around the globe‘ haben wir neue Merch-Artikel entwickelt, die neben neuen T-Shirts und Jutebeuteln auch praktische Gymsacs umfasst.

Durch das teamGLOBAL Logo vorn und dem Slogan auf der Rückseite der T-Shirts wird unsere Message fortan, getragen von allen Teamenden, an alle Teilnehmende unserer Workshops weitergegeben. Einfach und schlicht mit Appellcharakter!

Alle Sachen wurden ökologisch und sozial fair hergestellt. Wenn dieser fesche Merch mal nicht zu gesellschaftlichem Engagement und Partizipation anregt!

Abgerundet wurde unsere Aktion durch die Verlosung von tollen Exemplaren unserer Fashion im Juni via Facebook.
Auch an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Glückwunsch allen Gewinnerinnen und Gewinner.

In diesem Sinne .. stay tuned, think global! and take action!

Eure teamGLOBAL Öffentlichkeitsarbeit