teamGLOBAL auf der comeback-Zukunftsbörse in Leipzig am 12. November 2017

12. November 2017. Leipzig. Zukunftsbörse.

Viele Busse mit noch mehr Freiwilligen aus ganz Deutschland drängen sich in das Werk II, die Kulturfabrik in Leipzig. Auf der Zukunftsbörse konnten sie über Möglichkeiten zivilgesellschaftlichen Engagements nach ihrem Freiwilligendienst informieren. Da durften wir, Joanna und Marga, mit teamGLOBAL natürlich nicht fehlen! Ausgerüstet mit Flipchart, Flyern und unseren heiß begehrten Aufklebern stellten wir uns den Fragen der ehemaligen Freiwilligen und berichteten aus unserer teamGLOBAL-Arbeit.

„Und ihr seid in ganz Deutschland?“ – Jaaa! ; „An welchen Schulen macht ihr denn die Einsätze?“ – „Na ja, im Prinzip an allen Schulformen!“, „Und können wir da mitmachen?“ – „Sehr gerne! Nehmt euch Sticker und nen Flyer mit und dann freuen wir uns auf euch!“

Unter anderem mit diesen Fragen wurden wir an unserem Stand gelöchert und viele Interessierte wollen sich nun gerne bei uns bewerben – wir freuen uns darauf!

Zudem hatten wir die Gelegenheit besonders interessierten Menschen im Rahmen einer Präsentation noch genauer das Leben und Arbeiten in unserem Netzwerk näherzubringen. Wer sind wir? Was machen wir? Wie läuft ein Einsatz ab? Und einfach ein paar persönliche Erfahrungen und Anekdoten teilen…

Und wir?

Wir freuen uns nun auf viele neue Bewerbungen und neue Teamende im Netzwerk!

(Marga Zenth und Joanna Kiefer)

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Ausbildungs­workshop „Alternativ“ im Stubaital

Weite Horizonte, gewaltige Felsen, die ins Blaue des Himmels hineinragen, gigantische Gletscher, Wassermassen, die sich die Berge hinunterstürzen und atemberaubende Höhen der Berge. Man kommt sich in den Bergen so klein vor und so unbedeutend und trotzdem hat der Mensch enormen Einfluss auf die Natur. Beides konnten wir auf dem diesjährigen „Ausbildungsworkshop der besonderen Art“ erfahren. Er führte uns in die Alpen, genauer gesagt ins Stubaital, wo wir vier Etappen auf dem Stubaier Höhenweg gewandert sind. Weiterlesen

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Seid dabei beim Jugend­kongress „BEWEGT WAS“

von Kathi S. und Duc N.

Was es bedeutet, im Zeitalter der Globalisierung zu leben, erfahren wir gerade fast täglich. In den Medien wird seit mehreren Monaten über die Menschen berichtet, die in Europa Zuflucht vor Verfolgung, Krieg und Armut suchen. Wir sind gezwungen, uns mit den Lebensrealitäten anderer Menschen auseinanderzusetzen, wenn wir verstehen wollen, was hinter den Begriffen Flucht, Migration, Integration und Asyl steht und was Menschen dazu bewegt, ihre Heimat zu verlassen. Können wir in dieser Situation und bezüglich der globalen Herausforderungen einen positiven Beitrag leisten und wenn ja wie?

Können wir Globalisierung gemeinsam gestalten? Verantwortung für die Zukunft übernehmen?
Welche Faktoren beeinflussen uns im Handeln und Denken? Wie können wir nachhaltig(er) leben?

Diesen und vielen weiteren Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit und Globalisierung wird das teamGLOBAL beim Jugendkongress „BEWEGT WAS“ am Werbelinsee vom 4. bis 6. November nachgehen, den es gemeinsam mit dem Jugendnetzwerk der Young European Professionals (YEP) gestaltet! Seid dabei und informiert Euch schon jetzt online .

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Ausbildungs­workshop „Methoden“ in Leipzig, 22. – 24. April 2016

Von Miriam Herbert

Hype… äh Leipzig hat auch uns in seinen Bann gezogen und weil ohnehin drei unserer Teamenden dort in der Region leben, wurde unser Ausbildungsworkshop (AWS) zum Thema Methoden und Didaktik ins schöne Plagwitz verlegt. Hier konnten wir uns an drei Tagen mit Hilfe von externen Referenten und den Erfahrungen unserer langjährigen Teamenden verstärkt mit unseren Methoden und der Herangehensweise bei Einsätzen beschäftigen.

Am Freitag ging es los mit einem Input zur Didaktik und Zeitmanagement in der Planungsphase eines „Einsatzes“ (Workshops) von unserem externen Referenten Julian aus Leipzig. Dabei konnten wir die ZIM-Methode kennen lernen, nach der man sich zuerst überlegt, welche Ziele man erreichen will, dann welche Inhalte vermittelt werden sollen und schließlich durch welche Methoden man dies alles erreichen kann. Außerdem brachte Philipp von denk global! uns Neuigkeiten aus der Evaluation unserer Einsätze und Ausbildungsworkshops. Zu guter Letzt blieb sogar noch Zeit sich etwas kennen zu lernen, denn wir hatten wieder viele neue Mitglieder dabei. Herzlich Willkommen nochmal!

Am Samstag drehte sich dann alles um Methodenentwicklung und -überarbeitung. Zwei Betzavta-Trainer brachten uns eine völlig neue Methodenart nahe, indem sie uns eine Art Spiel mit fast keinen Regeln durchführen ließen. Diese wurden erst nach und nach von einzelnen Gruppen entwickelt. Ging es dabei zu Beginn noch sehr harmonisch zu, so endete das Ganze, nachdem die Gruppe, die sich bisher unterprivilegiert gefühlt hatte, endlich auch eine Regel erlassen durfte. Diese war dann klar zu ihrem Vorteil führte letztendlich zu ihrem Sieg sowie zu einem Sitzstreik der anderen Gruppen. Dank einer ausführlichen Auswertung konnten aber alle Wogen geglättet werden und am Ende waren die Reaktionen auf diese Methode überwiegend sehr positiv, da man mit einem einfachen Spiel viele Ebenen von Entscheidungsfindung erleben konnte. Betzavta ist ein Programm, das ursprünglich im Rahmen der der israelischen Friedensbewegung entwickelt wurde und zur Demokratiebildung beitragen kann. Nachdem unser Mit-Teamer Felix noch zwei weitere neue Methoden vorstellte, die er aus seinem Engagement in der politischen Bildung außerhalb von teamGLOBAL kannte, ging es nachmittags in eine intensive Gruppenarbeit. Die verschiedenen Kleingruppen überarbeiteten und aktualisierten alte Methoden, trugen Methoden zu verschiedenen Themensträngen von teamGLOBAL zusammen und überlegten sich, wie und in welchem Kontext man die an diesem Wochenende neu kennen gelernten Methoden bei unseren Einsätzen verwenden kann.

Der letzte Tag unseres Ausbildungsworkshops war wie immer der Netzwerk-internen Arbeit gewidmet. So wurden wir von Jan & Franzi über den richtigen Umgang mit Quellen sowie richtige (und trotzdem einfache!) Zitierweisen informiert und konnten uns in einem World-Café zu Themen wie Workshop-Power-Planung, Evaluation, Intranet und Wissensmanagement austauschen. Für eine kurze Arbeitsphase in unseren AGs war natürlich auch noch Zeit, sodass wir ein rundum produktives, lehrreiches und dennoch wieder wunderschönes AWS-Wochenende abschließen konnten.

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team­GLOBAL mittendrin … bei WeltWeit­Wissen 2016

von Ulrike von der Ohe und Clara Reich

 

teamGLOBAL auf deClara und Ulli_WWWm WeltWeitWissen Kongress des Eine-Welt-Netz-NRW – das ist sich als Teil eines großen Lernenetzwerkes zu fühlen. Drei Tage volles Programm. Von Fragen der Bildungszukunft und Weltbürgertum, über Theaterprojekte, Bildungsmarkt und IMG-20160417-WA0001Workshops war alles dabei – und mittendrin wir: teamGLOBAL. Neben vielen anderen Initiativen wurden wir als BestPractice-Projekt für Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet. Im Rahmen eines Workshops unter dem Titel „Ich will einen Pass auf dem Erdenbewohner_in draufsteht – Globalisierung und Identität“ konnten wir unsere Methoden erproben sowie unsere Arbeitsweise als peer-to-peer Netzwerk vorstellen. An unserem teamGLOBAL-Stand auf dem Bildungsmarkt kamen wir mit vielen Menschen anderer Initiativen ins Gespräch. Wir freuten uns über die positiven Rückmeldungen genauso wie über neue Anregungen und Ideen. Besonders viel Spaß hatten wir und die anderen mit dem „Globalisierungsquiz“ an unserem Stand, für die Teilnahme gab es einen unserer Jutebeutel. Unsere abschließende Bilanz: Wir hatten wunderbare Tage, kommen mit einem Koffer neuer Ideen zurück und mehr als drei Hände voll Menschen tragen teamGLOBAL und die Pusteblume in die Welt! Auf WeltWeitWissen 2018!

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team­GLOBAL beim WeltWeit­Wissen Kongress ausge­zeichnet

Der WeltWeitWissen Kongress vom 14.-16. April 2016 in Bonn ist der 6. bundesweite Kongress für Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland. Jedes Jahr werden im Rahmen des Kongresses 25 Projekte als Best Practice ausgezeichnet und in diesem Jahr ist teamGLOBAL dabei!

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Ausbildungs­workshop mal anders: Radtour von Freiburg nach Karlsruhe, 12. – 16 August 2015

Von Sören Götz

 

Besuch bei Bauer Wollenbär in Ichenheim

Besuch bei Bauer Wollenbär in Ichenheim; Photo by Nam Nguyen

 

Nichts schweißt so sehr zusammen wie gemeinsam Erlebtes. Das durften wir Teamer/-innen des teamGLOBAL bei einer gemeinsamen Radtour einmal mehr erfahren. Wir kennen und schätzen einander von Ausbildungswochenenden und Workshops in Schulen, doch vom 12. bis 16. August sind wir noch einmal näher zusammen gerückt. Wir strampelten in der sengenden Hochsommerhitze bis uns endlich der Bio-Bauernhof erlöste, auf dem wir die erste Nacht verbrachten. Wir mussten uns in die Scheune retten, als ein stürmisches Gewitter auf unsere Zelte herab ging. Wir stellten gleich nach unserer Ankunft in Karlsruhe eine Schnippeldisco mit Foodsharing und eine Podiumsdiskussion über politisch-provokative Kunst auf die Beine, obwohl uns selbige schon merklich schwer wurden. Und wir behielten die Nerven, als wir das Spannungsfeld von Kunst und Provokation am eigenen Leibe erfahren mussten. Das und vieles mehr machte aus Bekannten Freunde.

Aber es soll auch nicht so klingen, als wäre unsere Tour von Entbehrung geprägt gewesen. Ganz im Gegenteil: Die meiste Zeit war es eher vergnüglich-entspannt und natürlich sehr informativ. Angefangen mit einer Stadtführung und Übernachtung in Freiburg, fortgeführt am zweiten Abend von einem spannenden Rundgang auf dem Bio-Bauernhof. Am dritten Tag tauschten wir uns in Straßburg mit zwei Praktikantinnen von EU-Abgeordneten über das Leben hinter den Kulissen des EU-Parlaments aus. Und am letzten Abend ließen wir zum Abschluss unserer Reise und unserer Veranstaltung in Karlsruhe noch einmal die Korken knallen – zumindest diejenigen von uns, die noch konnten.

Bevor wir uns wieder voneinander trennen mussten hatten wir noch die tolle Gelegenheit, mit einer der jüngsten Stadträtinnen Baden-Württembergs einen kommunalpolitischen Stadtrundgang zu unternehmen. Der Abschied voneinander fiel uns allen nach diesen ereignisreichen Tagen erwartungsgemäß sehr schwer und wir freuen uns alle schon auf ein Wiedersehen und hoffen, dass wir noch einmal einen so aufregenden Ausbildungsworkshop auf die Beine stellen können.

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„Die Welt ist das, was du daraus machst.“ – team­GLOBAL Merchandise-Aktion

von Nam Nguyentg_merch_graphik

Seitdem unser Netzwerk von einem Zusammenschluss von Alumni unter dem Namen denk global! koordiniert wird, sprießen im Netzwerk zahlreiche neue Ideen und Vorhaben zur Verwirklichung unserer Projektziele. Durch die Förderung eines verantwortungsvollen Handelns eines jeden von uns in der globalisierten Welt, möchten wir diese nachhaltig und gerecht gestalten. Dies soll auch durch unser neues Motto “Die Welt ist das, was du daraus machst“ ausgedrückt werden.Wir wollen uns gegenseitig sowie anderen Jugendlichen ins Bewusstsein rufen, dass es nur unsere eine Welt gibt. Eine Welt, in welcher wir nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Verantwortung besitzen, mit unseren Entscheidungen und unserem Handeln das Leben im Alltag für alle Menschen und unsere Umwelt lebenswert zu gestalten.Getreu der Devise ’spread your message around the globe‘ haben wir neue Merch-Artikel entwickelt, die neben neuen T-Shirts und Jutebeuteln auch praktische Gymsacs umfasst.

Durch das teamGLOBAL Logo vorn und dem Slogan auf der Rückseite der T-Shirts wird unsere Message fortan, getragen von allen Teamenden, an alle Teilnehmende unserer Workshops weitergegeben. Einfach und schlicht mit Appellcharakter!

Alle Sachen wurden ökologisch und sozial fair hergestellt. Wenn dieser fesche Merch mal nicht zu gesellschaftlichem Engagement und Partizipation anregt!

Abgerundet wurde unsere Aktion durch die Verlosung von tollen Exemplaren unserer Fashion im Juni via Facebook.
Auch an dieser Stelle nochmal einen herzlichen Glückwunsch allen Gewinnerinnen und Gewinner.

In diesem Sinne .. stay tuned, think global! and take action!

Eure teamGLOBAL Öffentlichkeitsarbeit

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Ausbildungs­workshop „Migration und Integration /Inter­nationale Konflikte“ in Duisburg, 29. – 31. Mai 2015

von Franzi und SophiaWie geht Europa mit wachsenden Flüchtlingsströmen um? Was verbirgt sich hinter komplexen Themen wie dem Asylrecht? Was führt dazu, dass sich Menschen auf die Flucht begeben? Welche Konflikte werden in anderen Ländern ausgetragen? Wie sieht es bei uns eigentlich in den Asylbewerberheimen aus?

Wer einen Blick in die Zeitung wirft oder sich die Nachrichten anhört, wird mit solchen Fragen täglich konfrontiert. Spannende Diskussionspunkte, die Auswirkungen auf unsere jetzige und zukünftige Gesellschaft haben. Und so widmete sich unser Ausbildungsworkshop in Duisburg den vielfältigen Themen „Migration und Integration/ Internationale Konflikte“.Freitag
Nach der Begrüßung aller Teilnehmenden starteten wir direkt ins Programm: Bei Warm-Ups zum Thema Integration und Interkultur ging es darum, sich mit verschiedenen Ritualen zu begrüßen oder zu hinterfragen, welche Vorurteile wir selbst (unbewusst?) hegen. In einer kleinen Show wurden anschließend die neuen T-Shirts und Taschen von teamGLOBAL vorgestellt, inklusive unseres neuen Mottos: „Die Welt ist das, was du daraus machst!“ Nach dem Abendessen ging es mit einem Einstieg ins Thema Migration weiter: Sophia klärte in einem Impulsvortrag grundlegende Begrifflichkeiten und präsentierte Daten und Fakten zu diversen Wanderbewegungen.
Im Anschluss hattendie fünf neuen Teamenden Gelegenheit, sich über das Netzwerk zu informieren und sie konnten ihre Fragen zum teamGLOBAL „loswerden“. Am Abend hatten die Workshopteilnehmenden dann die Qual der Wahl sich zwischen vier Mini-Workshops zu entscheiden: Simon entführte die Gruppe in die Welt des Improvisationstheaters, bei Dominik konnte man seine Kenntnisse in Erster Hilfe auffrischen, Franziska bot einen Sprachkurs „Chinesisch für Anfänger“ an und in Ninas Workshop wurde gebastelt.
Der weitere Abend stand dann unter dem Motto: global denken, lokal essen und trinken! Jeder Teamer hatte eine kulinarische Kleinigkeit aus seiner (Wahl-)Heimat mitgebracht. Und so erfreute sich die Gruppe während spannender Gespräche an Pelmeni mit Schmand, Spundekäs mit Brezeln, Fruchtgummi aus Bonn, Franzbrötchen aus Hamburg und an zahlreichen weiteren Köstlichkeiten.

Samstag
Nach dem Frühstück begann der Samstag mit Energizern, die dafür sorgten, dass das ganze Team wach und munter wurde. Maria begann das Programm mit einer Lesereise zum Thema „Flucht und Asyl“. Nach diesem Einstieg setzten wir uns inhaltlich mit verschiedenen Fragestellungen auseinander, zum Beispiel: Wie haben sich die Flüchtlingszahlen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten verändert und warum? Könnte/ kann es auch in Europa passieren, dass Bootsflüchtlinge nach ihrer Ankunft wieder zurück auf’s Meer geschickt werden? Aha-Momente und erste Diskussionen waren garantiert.
Danach bekam das teamGLOBAL Besuch vom ersten Referenten: Niklas Faralisch ist Produzent von „Asyland“, einem Film gedreht aus der Sicht von Asylbewerbernnen und Asylbewerbern in Deutschland, der im August 2015 in Köln Premiere haben soll. Er berichtete von diesem Projekt, welches ursprünglich als kleine Produktion für Youtube geplant war, sich durch das große Interesse an diesem Thema immer weiter bis auf seine heutige Dimension als Kinofilm entwickelte. Die Gruppe erhielt anhand von Fotos und Trailern Einblick in das Projekt. Anschließend blieb noch etwas Zeit für eine Fragerunde an den Produzenten.
Auch beim nächsten Programmpunkt ging es um den Themenbereich Flucht und Asyl: In einer Simulation sollten die Teamenden versuchen, als „Flüchtlinge“ mit einer eigenen Biografie verschiedene „Stationen“ einer Flucht nachzuempfinden, zum Beispiel in der Botschaft, am Flughafen oder im Kontakt mit Fluchthelfern. Obwohl ein derartiges Planspiel natürlich nicht annähernd die wirklichen Lebensumstände der Flüchtenden darstellen kann, war es für die Gruppe doch interessant, sich dem Thema auf diese Weise zu nähern: Wie kann ich „legal“ flüchten? Was mache ich, wenn ich keinen gültigen Ausweis habe? Wer hilft mir, wenn ich nicht weiterkomme? Solche Fragen und Probleme wurden durch die Methode greifbar.
Im Anschluss durfte das Team einen weiteren Dokumentarfilmer begrüßen: Der Krisenjournalist Konstantin Flemig gab uns nähere Einblicke in die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Wie ist diese Gruppe organisiert? Wie konnte sie sich überhaupt gründen? Welcher Ideologie folgt sie? Dem spannenden Vortrag folgten viele Fragen zur komplexen Situation im Nahen Osten sowieso zur Arbeit Konstantin Flemigs. Leider musste er viel zu früh abreisen!
Nach der wohlverdienten Tee- und Kaffeepause ließ Simon die Teilnehmenden mit Hilfe der Mapping-Methode Migrationsrouten nach Europa herausfinden und in eine Karte einzeichnen. Welche Routen sind geläufig, auf welchen Wegen kommen die meisten Menschen nach Europa? Mit Simons Methode wurde der informative Teil abgeschlossen und die Teilnehmenden konnten in die Netzwerk-Arbeit gehen. Bis zum Abendessen arbeiteten die verschiedenen Arbeitsgruppen (AGs) an Plänen für neue Methoden, für die Gestaltung der Ausbildungsworkshops und neue Aktionen.
Den Abend konnte die Gruppe frei gestalten – viele nutzten die Zeit, um Duisburg zu erkunden oder um gemütlich zusammenzusitzen und sich auszutauschen.

Sonntag
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Netzwerk-Arbeit: Nachdem die AGs die Ergebnisse aus ihrer Arbeit vom Vortag präsentiert hatten, berichtete Paul über Neuigkeiten aus dem Netzwerk und kommende Schritte von teamGLOBAL. Nach einem letzten Mittagessen traten wir alle, die Koffer voll mit neuem Wissen und neuen Bekanntschaften, die Heimreise an.

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Ausbildungs­workshop „Globali­sierung essen“ am Donners­kopf, 30.10. – 2.11.2014

Von Miriam, Juliane und NamDuy

Freitag

Nach einer langen, teils abenteuerlichen Anreise im dichten Nebel von Bodenrod am gestrigen Abend haben wir es alle geschafft am Donnerskopf wohl und unversehrt anzukommen.

Bereits früh am Morgen fand sich ein Frühstücksteam zusammen, welches sich zu jeder Mahlzeit neu formierte um unserer Chefköchin Laura tatkräftig unter die Arme zu greifen.

Voller Vorfreude auf den Freitag und den gesamten Ausbildungsworkshop begann der Tag mit einem  Kennlernspiel, bei welchem das Motto auch gleich zum Programm wurde. Nach dem Frühstück war dann also vor dem Essensbingo, wo wir die Möglichkeit erhielten mit noch unbekannte Gesichter/ tGlern ins Gespräch zu kommen und ihnen hinsichtlich des Themas “Globalisierung Essen“ bunte Fragen zu stellen.

Oder was ist mit dir? Hast du denn heute schon ein Fairtradeprodukt konsumiert?

Um tiefere Einblicke in unser Thema an diesem Wochenende zu erhalten gaben uns Roberta und Duc Input zur Thematik “Globalisierung essen“ mit einer anschließenden Lesereise bei welche interessanten, aber auch kritischen Fakten präsentiert wurden. Die Lesereise hat viele tGler zum Nachdenken angeregt und uns nochmals vor Augen geführt, dass unser Essen und Trinken in der globalisierten Welt auch viele Probleme und Kontroverse mit sich bringt. Dabei sollten wir nicht nur das Essverhalten, sondern auch die Produktion unserer Nahrungsmittel und der Vereinbarkeit dieser mit unserer Umwelt hinterfragen. Um wieder ein wenig mehr Schwung in die Runde zu bringen präsentierte uns anschließend Duc ein Spiel, bei welchen ähnlich wie beim Essensbingo Bewegung gefragt war. Dabei stellte er uns eine weiterentwickelte Methode des 1, 2 oder 3 – Spiels vor, bei dem wir unser Wissen auf eine lustige Art und Weise testen konnten. Diese Methode hat sich sichtlich bewährt und wird somit garantiert bei den nächsten tG-Workshops zu diesem Thema an Schulen eingesetzt werden!

Bei all dem Spaß sehnten sich nun einige bereits nach dem Mittagessen, da durch die körperlichen Aktivitäten beim Essensbingo und beim 1,2 oder 3 langsam aber sicher die meisten hungrig wurden. Doch kurz vor dem Mittagessen präsentierten Jan und Andi noch ihr Geldspiel, bei welchem jeder tGler einen Umschlag erhielt, mit der tG eigenen Währung, den Dukaten. Dabei war die Verteilung der Dukaten von dem Land abhängig, das man zugelost bekommen hat. Bei diesem Spiel gab es nur eine Regel und diese lautet: Alles ist erlaubt mit der Ausnahme, dass der Handel von Dukaten mit Italien verboten ist, da dieses Land und sein Vertreter kriminelle Züge angenommen haben. Das Spiel welches sich über das gesamte Wochenende zog war ein dauerpräsentes Thema bei allen tGlern, doch dazu in den kommenden Blogeinträgen mehr…

Nach dem Essen stellten Dominic und Roberta uns das Planspiel “’Alles auf Zucker, oder was“ vor. Bei diesem erhielten wir Einblicke in verschiedenste Perspektiven des globalen Handels von Gütern wie Zucker und stellten fest, dass beispielsweise lokale Regelungen und Beschlüsse in der Europäischen Union globale Auswirkungen auf den Markt in Afrika oder Asien besitzen.

Später noch erhielt die tG-Familie am Samstagnachmittag Besuch von einem Vertreter der GLS Bank. Josef Schnitzbauer stellte uns dabei das Konzept der sozial-ökologischen Universalbank vor, die darauf abzielt nachhaltige, individuelle und gesellschaftliche Entwicklung zu fördern.

Es schien, als hätte die Bank das Interesse vieler tGler geweckt, denn die vielen Fragen ebenso teilweise die Begeisterung für das Projekt mit dem nachhaltigen Konzept hat gezeigt, dass die Einladung dieses Referenten eine tolle Entscheidung der Organisatoren war.

Der Tag schritt voran und man merkte auch zunehmend, dass der Freitag trotz all des Spaßes  vollgepackt war. Doch für uns tGler kein Problem! Noch einmal fanden wir uns für unseren letzten Programmpunkt für diesen Tag zusammen und diskutierten fleißig in Arbeitsgruppen über die weitere Arbeit und über die Zukunft von teamGlobal. Die Arbeitsgruppen (helft mir bitte, wie hießen sie alle nochmal? AG Öffentlichkeitsarbeit, AG Workshops, AG …)

diskutierten die weitere Vorgehensweise im Netzwerk. Neue Teamer konnten erfahrene Teamer Fragen rund um das Netzwerk stellen und die AG Öffentlichkeitsarbeit befasste sich mit unserer neuen Homepage. Nach dem Abendessen war dann aber wieder Zeit für ein ausgelassenes Netzwerkeln unter den Teamern. Einige tGler schauten auch bei den Globies vorbei um mit diesen den Film Free (ich bin so vergesslich, Dunya, wie hieß der Film nochmal ? Irgendwass mit free the world oder so.. danke!) zu schauen mit anschließender Diskussion.

Der Abend zog sich noch ein Weilchen hin, doch der nächste Tag stand bald schon wieder an.

 

Samstag

Der Ausbildungsworkshop in Donnerskopf war für uns in vielerlei Hinsicht eine Premiere: das erste Mal selbst für uns kochen, das erste Mal wurde er von denk global! Organisiert – und zum allerersten Mal hatten wir die Chance, ein anderes Netzwerk, das im Globalen Lernen aktiv ist, kennenzulernen! Da einige von uns schon Freitagabend mit den Netzwerken begonnen hatten, begann der Samstag mit vielen müden Gesichtern. Doch schon in unserer ersten Einheit wurden wir alle wieder wachgeschüttelt, denn einige GLOBIES (so nennen sich die Workshopteilnehmenden bei GLOBE) stellten uns zwei ihrer Energizer vor. Dann stellten sich die Netzwerke gegenseitig kurz vor und schon konnten die ersten Workshops beginnen. Sowohl teamGlobalerInnen als auch GLOBIES hielten für ihr Netzwerk typische Workshops ab, die von gemischten Gruppen aus Menschen von teamGLOBAL und GLOBE besucht wurden.

So konnten wir die Arbeitsweise und Methoden des jeweils anderen Netzwerks kennenlernen. Für uns besonders interessant dabei war, dass GLOBE vor allem an Berufsschulen unterwegs ist. Die Methoden waren dementsprechend auf BerufsschülerInnen zugeschnitten – eine Zielgruppe, mit der wir es bei teamGLOBALERInnen nicht oft zu tun bekommen. Der Austausch mit den GLOBIES hat uns sehr geholfen, unsere Methodenkiste zu erweitern und besser auf vielfältige Zielgruppen zuzuschneiden. Außerdem konnten wir uns alle mit Kritik von außen aus einem neuen Blickwinkel sehen und auch persönlich für die nächsten Workshops viel mitnehmen.

Nach dieser ersten, gemeinsamen Workshopphase wurde auch das Mittagessen von einer teamGLOBAL-GLOBE-Kooperations-Kochgruppe zubereitet und gemeinsam verspeist.

Nach dem Essen ging es für teamGLOBAL erst in einer kleinen Runde weiter. Da im Sommer 2014 die bpb ihre Trägerschaft an den (Alumni-)Verein denk!global abgegeben hatte, mussten wir TeamerInnen auch alle auf den neuesten Stand gebracht werden. Wichtige Fragen wie: „Wo geht es hin, was ändert sich jetzt bei teamGLOBAL, oder wie wollen wir mit dem großen Andrang an neuen Mitgliedern in Zeiten schwindender Finanzierung umgehen?“ Wurden besprochen und es gab Zeit dringende Fragen zu besprechen.

Anschließend ging es aber auch schon wieder weiter mit dem zweiten Teil des Netzwerkfestivals, bei dem es weitere Workshops von beiden Netzwerken gab, sodass auch die, die im ersten Teil selbst einen Workshop angeleitet hatten, sich diesmal einen Workshop des anderen Netzwerkes ansehen konnten.

Nach dem gemeinsamen und  – wie das ganze Wochenende schon – natürlich nur veganen Abendessen, gab es noch eine Auswertungs- und Reflektionsrunde in Form eines World-Cafés. Dabei wurden uns nochmal wesentliche Gemeinsamkeiten, aber auch Reibungspunkte zwischen den beiden Netzwerken bewusst. Wer wollte, konnte sich noch in freien Diskussionen mit den im World-Café aufgetauchten Fragestellungen auseinandersetzen, andere setzten das fröhliche Netzwerken vom Vorabend fort und vielen, langen Gesprächen.

 

Sonntag

Zum Abschluss widmeten wir uns noch dem Thema Virtuelles Wasser, welches Florian vorbereitete. Nach organisatorischen Diskussionen räumten wir gemeinsam auf und begaben uns Richtung Heimat.