In Heidelberg gingen gestern und heute wieder viele Schüler*innen, Studierende und weitere Bürger*innen auf die Straße, um für mehr Klimaschutz zu protestieren. 

Und ja, ihr habt ganz richtig gelesen: An einem Donnerstag! Das mag im ersten Moment merkwürdig klingen, macht aber Sinn. Denn seit dem 22. Mai findet in Heidelberg die zweitägige Internationale Klimakonferenz ICCA2019 (International Conference on Climate Action) statt. Dabei treffen sich rund 1 000 Entscheidungsträger*innen aus Städten, Regionen und Staaten aus der ganzen Welt, um mit Wissenschaftler*innen, Fachleuten und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft Erfahrungen auszutauschen und praktische Lösungen für Klimaschutz und Klimaanpassung zu diskutieren (zur Konferenz-Website geht’s hier: https://www.icca2019.org/de/).

Die ICCA legt dabei einen besonderen Fokus auf die Städte und Kommunen als Klimaschutzakteure. Warum? 
Laut BMU lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in Städten, die außerdem über 70 Prozent der energiebedingten Treibhausgasemissionen verursachen (https://www.bmu.de/meldung/international-conference-on-climate-action-icca2019/).

Vor diesem Hintergrund war es also nur logisch, dass die Demonstrationen in Heidelberg mal ausnahmsweise nicht am Freitag stattfanden. Und das haben scheinbar auch eine ganze Menge Menschen mitbekommen: Nach Angaben von Fridays for Future Heidelberg waren heute ca. 2 500 Personen an der Demonstration beteiligt. Zwei davon sind unsere Teamenden Max und Jule. 

Wir sind schon gespannt, wie es morgen wird, wenn unter anderem hier in Mannheim der globale Klimastreik zur EU-Wahl stattfindet. Übrigens: Da in Heidelberg ja bereits zweimal in dieser Woche gestreikt wurde, kommen die Heidelberger*innen einfach gemeinsam zur Unterstützung nach Mannheim – konsequenter Weise mit Fahrrad und Bahn.